Metropolis
Es ist müßig, darüber nachzudenken, wie der deutsche Film ohne die Zeit der Nationalsozialisten heute aussehen würde. Tatsache bleibt, dass der hochproduktive, sich auf Weltniveau befindende Deutsche Film nach 1933 in ein tiefes Loch fiel und das nach 1945 der Heimatfilm seinen unsäglichen Siegeszug antrat. Was nicht verwundert, hatten doch Künstler und Regisseure wie Peter Lorre, Robert Wiene, Billy Wilder, Detlef Sierck (Douglas Sirk) sowie unzählige andere das Land verlassen. Auch Fri…
UVP: EUR 19,19
Preis: EUR 11,92
Neue Suchbegriffe:
- fermat sim


Ein Einblick in die Metropole,
Damals war der Film “Metropolis” ein aufwendiges Endzeit Epos, dass unteranderem Kraftwerk inspirierte.
Dieser Stummfilm schrie nach einer Vertonung. Nach dem inoffiziellen Soundtrack, Kraftwerk’s “Mensch-Maschine”,der zum Teil an Glaubwürdigkeit und Freiraum für eigene Gedanken verlor, war es an der Zeit das eine Neuvertonung auf den Markt käme. Der Markt schrie, und Detroit hörte und antwortete nach 20 Jahren:
Jüngster Sounddesigner und Detroit-Techno DJ, unumgänglichstes Glied der Technoszene, Jeff Mills, hat sich ebenfalls Gedanken über eine Metropolis gemacht. Die CD besticht an Musik, von der nicht jeder einzelne Titel um Aufmerksamkeit ringt, sondern aus einem Soundwirrwarr, Maschinengeräuschen, Percussions, Synthesizerspielereien, die bloss ein Ziel anstreben:
Dem Hörer akustisch unter die Arme greifen, um sich seine Metropolis vorzustellen.
Auch nach mehreren Hören dürfte kaum jemandem ein Titel in Erinnerung bleiben, weil die CD einfach als Gesamtkunstwerk besticht und nicht als Compilation, aus der man selbst seine Lieblingstitel herauspickt und anspielt.
Konfrontiert man sich mit dieser CD und gibt sich Zeit in diese Welt einzusteigen, dann ist man am Ende der Gewinner, auf einer Reise ins eigene Ich. Die CD wirkt entspannend, würde nicht unbedingt im Club funktionieren, weil der Wiederekennungseffekt schilcht und ergreifend fehlt, darf aber trotzdem die Fantasie anregen, sich in einem dunklen Club aufzuhalten, wo der DJ streikt und die Szene sich allein unterhält, oder eben in seiner eigenen Metropolis herumläuft und neue Menschen/Roboter kennenlernt.
Überraschende Klangspielereien von einem Menschen, der für smoothen Techno bekannt ist und sich mit dieser CD auf anderen Gebieten der elektronischen (Klang)welt aufhält, die von Ambient, leicht klassisch, immer experementell, aber nie übeschaubaren Klängen einer Zeit abgibt, die einigen gefallen dürften und anderen mit einem unverständlichen Zucken kalt lassen dürften.
Jeff Mills dürfte eigentlich mit diesem Werk und zu Recht (selbst)ernannten Soundtrack die Tatsache angedeutet haben, dass Metropolis keine Schreckensvision alter Tage war und bleibt, sondern ziemlich nah vor einem Jeden steht und bloss auf den Ausbruch wartet um Alltag für uns alle zu werden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Missbrauch melden
| Kommentar als LinkMeinungsfreiheit und Pressefreiheit ist vollkommen eitiglm, aber dass muss dann auch ffcr beide Seite gelten die Facebook-Seite Christiane Tauzher eine Schande ffcr den Journalismus wurde von FACEBOOK gelf6scht!!!!Also entweder oder aber den einen das Maul verbieten geht nicht und der andere darf ungeniert le4stern das geht nicht!